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Vor und nach dem Parteitag der SP Schweiz vom 3./4. Dezember 2016 in Thun erreichten Pascale Bruderer und Daniel Jositsch viele Zuschriften von Parteimitgliedern, die mit dem Positionspapier der SPS zur "Wirtschaftsdemokratie" unzufrieden waren und ihre Sichtweise zum Ausdruck brachten.

Hier folgt eine Auswahl:

 

« Ich erlebe es regelmässig, dass der SP insbesondere in Wirtschaftsfragen - meines Erachtens oft zu Recht - Realitätsferne vorgeworfen wird. Wir sollten nur versprechen und fordern, was in unserer Gesellschaft machbar ist. »

Regula Dell'Anno-Doppler, Baden 

 

« Als Präsident einer SP-Sektion mit rund 100 Mitgliedern bin ich etwas besorgt über die Richtung der SP Schweiz. Eine radikale Haltung hilft uns im Kanton Schwyz nicht. Setzt euch bitte für eine klare sozialliberale Politik ein. Das hilft uns mehr, die aktuellen Probleme zu lösen. »

Johannes Borner, Einsiedeln

 

« Die SP sollte lernen, die realen Probleme vor die Ideologie zu stellen. Das ist die Chance, auch bei den Wählerinnen und Wählern zu punkten. »

Daniel Kobell, Basel 

 

« Ich befürchte, dass sich mit der Positionierung der Partei nicht viele Wähler und Wählerinnen anfreunden können. Ich finde, wir stehen uns so selber im Weg. Die Suche nach pragmatischen Lösungen wird noch schwieriger, als sie sowieso schon ist. Den nächsten Wahlen sehe ich mit Sorge entgegen. »

Claudine Gautschi-Andris, Magden

 

« Das Papier zur Wirtschaftsdemokratie ist in meinen Augen teilweise realitätsfremd, dogmatisch und zu schwarz-weiss malend. Selbstverständlich gibt es viel Verbesserungspotenzial in der schweizerischen Wirtschaftspolitik, aber so negativ wie z.T. im Papier beschrieben, nehme ich die aktuelle Situation nicht wahr. Ich bevorzuge zudem die kleinen, aber umsetzbaren Schritte an Stelle der „grossen Würfe“, bei denen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger uns grossmehrheitlich die Unterstützung versagen. »

Felix Senn, Maur

 

« Die SP ist dann am stärksten, wenn sie die Vielfalt ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtungen produktiv nutzen kann. Die sozialdemokratische Bewegung ist und bleibt die einzige ernstzunehmende Fabrik für kritisches Denken und wirtschaftspolitische Ideen „out of the box“ des liberalen Mainstreams. »

Michael Braunschweig, Zürich 

 

« Die SP sollte endlich begreifen, dass sich die heutige Arbeiterschaft mit der Globalisierung und Digitalisierung geändert hat. Ein grosser Teil der Arbeitnehmenden befindet sich in Dienstleistungsbereichen wie Finanz- und Versicherungsbranche, grosse Logistik- und Zulieferbetriebe sowie Informatik und Telekommunikation. Sowohl diese Arbeitnehmenden als auch KMU wählen immer weniger SP. Wir sollten darauf realisierbare und in der Sprache verständliche Antworten haben. »

Pius Graf, Ennetbaden

 

« Den Antrag der Juso, über die Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln zu beschliessen, fand ich schockierend. So geht es nun wirklich nicht. So verlieren wir noch mehr Wähler und Wählerinnen, noch mehr Abstimmungen. Ich bin sehr besorgt. »

Claudine Gautschi-Andris, Magden

 

« Wir stehen alle zu einer Gesellschaft, welche einen angemessenen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit schafft. Dies setzt aber eine wirtschaftliche Prosperität voraus, wie sie nur unter marktwirtschaftlichen Bedingungen denkbar ist. Daran müssen wir festhalten, auch gegenüber unserer Bevölkerung. Alles andere wäre unglaubwürdig, sowohl gegen innen wie auch gegen aussen. »

Jürg Knuchel, Aarau

 

« Der „Markt“ wird die Zukunft unserer Arbeitswelt genauso wenig regulieren, wie eine „Amtsstube“ mehr. UBER wird über uns kommen und die Arbeitswelt sich so rasant verändern, dass keine Schutzzölle und Schulungen nachkommen werden – ausser wir lassen uns nicht kalt erwischen. Das heisst zuhören und genau hinsehen, was sich global und im Kleinen tut. Die Entwicklung wird, wie immer, Vor- und Nachteile generieren. Unsere Ausgabe sollte es sein, dies zum Wohle aller hin zu steuern. »

Daniel Kobell, Basel